"Herz! So stumm! So kalt! / Keiner da, zum Wärmen."
So klagt Luis, nachdem er alles verloren wähnt: Die Heimat seiner Kindheit, den Schwarzwald. Die gutmütige, Märchen erzählende Großmutter. Mutter und Schwester. Alle seine Freunde und auch seine Geliebte.
In sieben Bildern wird Luis` Suche nach der Erfüllung seines Lebenstraums erzählt.
Hierbei durchlebt er – und mit ihm Sie als Zuschauer - die Kälte des Herzens, Verrat, Gier und Neid, Scheitern,
aber auch Glück.
Dieser Lebensweg wird immer wieder gekreuzt von den widerstreitenden Figuren, die Luis` Kindheit prägten:
dem guten Glasmännlein und dem bösen Holländermichel aus dem Märchen „Das kalte Herz“.
Und wie im Märchen: Zum Schluss wird alles gut. Luis erkennt, was es braucht um Vertrauen, Heimat und Beziehung zu schaffen. So kann er auch seine Liebe zurück gewinnen.
Was so leicht schwarz-weiß gezeichnet, gut und böse unterscheidend als Märchen daher kommt, ist eine höchst aktuelle Analyse der Werte und Normen in unserer heutigen, bunten Gesellschaft und der Schwierigkeit, den persönlichen Lebensweg zu finden.

Inszeniert wird »HERZ - SO KALT« – wie die letzten Produktionen des TudD – als Theaterspaziergang.
Das Geschehen aus immer anderen Blickwinkeln zu sehen, verändert die Sichtweisen der Zuschauer.
Die Wege zwischen den Szenen bieten Anlass zum reflektierenden Gespräch.
Spielort ist der Egartenhof, der auf der Gemarkung der Stadt Sachsenheim liegt.
Hier werden verwunschene Ecken und Winkel zur Kulisse für ein märchenhaftes Spiel, das die Grenze ausbalanciert zwischen Kind- und Erwachsensein.

HERZ – SO KALT ist entstanden nach Motiven des Märchens „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff.
Dieses Märchen ist in diesen fast 200 Jahren zum Kulturgut der Region, damit Teil unseres Heimat – Erlebens geworden.
Geschrieben wurde das Märchen, eingebunden in die Rahmenhandlung von „Das Wirtshaus im Spessart“, für den „Märchen-Allmanach auf das Jahr 1828 für Söhne und Töchter gebildeter Stände“.
Wilhelm Hauff ist 1802 in Stuttgart geboren.
Nach dem frühen Tod des eigenen Vaters verbrachte Hauff Kindheit, Schulzeit und Theologie-Studium in Tübingen, kehrte dann in seine Geburtsstadt zurück.
Er arbeitete als Hauslehrer, später als Redakteur im Cotta-Verlag.
Im Alter von nur 25 Jahren, wenige Tage nach der Geburt seines ersten Kindes und noch vor Veröffentlichung des Märchen-Allmanachs, starb er in Stuttgart. Dort ist sein Grab auf dem Hoppenlau-Friedhof zu finden.

> Mitwirkende

 

Presse:
Stuttgarter Zeitung
vom 18.07. 2011
Bietigheimer Zeitung
/ Ludwigsburger Kreiszeitung / Vaihinger Kreiszeitung vom 04.07. 2011

Vorab-Berichte: Bietigheimer Zeitung vom 07.05.11
Bietigheimer Zeitung / Ludwigsburger Kreiszeitung / Vaihinger Kreiszeitung vom 24.06. 2011

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