Ziele und Geschichte

Das TudD entstaubt das Volkstheater.

Unterhaltung und Anspruch, Tradition und Experiment werden nicht als Widersprüche begriffen. Mit außer-gewöhnlichen Inszenierungen an wechselnden, immer besonderen Spielorten begeistert das TudD Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlichster Herkunft: Theater, das zum Nachdenken anregt und anrührt.

Das TudD entstand vor mehr als 20 Jahren 1992 anlässlich der 1200-Jahr-Feier der Stadt Oberriexingen mit dem Stück "So a Metzelsupp". Der Verein wurde 1 Jahr später gegründet.

Bennannt ist das TudD nach der Burg, die in historischen Zeiten auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt Oberriexingen, oberhalb des Enztales, stand: Theater unter der Dauseck, Oberriexingen.

Die Burg wurde geschleift, die Steine an anderer Stelle verbaut. Auch das TudD hat keinen festen Platz und ist eine sich ständig verändernde Gruppe.

Ursprünglich eine loser Haufen spielfreudiger Menschen, der in Eigenregie unterhaltendes Programm in die örtliche Festhalle brachte, hat sich das TudD spätestens seit 2007 revolutioniert.

Wider den Musentempel ...! wurde das Geschehen an die Orte verlegt, an denen das Leben stattfindet. In Keller, Wohnungen, in Ruinen, Schweineställe, auf Wiesen und ins Wasser. Gespielt wird im öffentlichen Raum, insbesondere in bisher nicht wahrgenommenen Bereichen der Wohnumgebung, in verschiedenen Orten der Region Ludwigsburg.

In „Daheim isch dahoim“ (2007) wurde das Publikum räumlich durch Kelter, Kirche und den historischen Ortskern von Oberriexingen, zeitlich durch den Sommer des Jahres 1954 geführt. 2009 folgten bei "Sagt die Enz" die Zuschauer dem Wasserlauf der Enz und tauchten ein in ein sagenhaftes Schattenreich. Fulminanter Höhepunkt war am Hechtkopf des Wasserkraftwerkes die Schluss-Szene mit der Sage vom Dauseck-Pudel. Jüdisch-christliche Geschichte des Ortes Freudental zeigte 2012 der Theaterspaziergang "tacheleß!".

Anlässlich der Volljährigkeit entstand 2011 in einem Zusammenschnitt ein schönes filmisches Porträt der Entwicklung von 1992 bis dahin.

Die künstlerische Weiterentwicklung des TudD machte "SchwabenAufstand" 2014 in der ehemaligen Ziegelfabrik Markgröningen deutlich. Mit außergewöhnlichen Stilmitteln und besonderen Darstellungsformen wurden historische Aufstände lebendig. Bildgewaltig und mitreißend!

Das jeweilige Stück entsteht immer aktuell und greift gesellschaftspolitisch relevante Themen auf. In der Textentwicklung korrelieren die Anforderungen des Raumes und die Möglichkeiten der Schauspieler.

Zu jedem Projekt findet sich ein neues Ensemble aus alten, teilweise semiprofessionellen und neuen Spielern. Es ist Prinzip des TudD, dass jede und jeder mitmachen kann. Anspruch ist es, als Amateure (von lateinisch amator = der, der etwas aus Liebhaberei, mit Liebe, mit Herzblut betreibt) professionell zu arbeiten.

In Produktionen des Projekttheater XXL, der Profisparte des TudD, stehen erfahrene Spieler gemeinsam mit professionell ausgebildeten Schauspielern auf wechselnden Bühnen.

Auch zum TudD gehören die Stadträffele, die bei privaten Feiern mit schwäbischem Witz für Unterhaltung sorgen.

Die Anleitung durch professionelle Teams (Buch / Regie / Ausstattung / Technik) sichert das ausgezeichnete Niveau der zahlreichen Inszenierungen.

Kontinuität in der Zusammenarbeit schafft Vertrauen, Offenheit für Neues ermöglicht Weiterentwicklung. Dafür stehen sowohl die kontinuierliche Produktionsleitung von Bernd Schlegel, als auch die Zusammenarbeit mit vielen Theatermachern (in alphabetischer Reihenfolge): Dagmar Brade (Regie-Assistenz), Anne Brügel (Bühnen- und Kostümbild), Christine Gnann und Michael Heinsohn (beide Regie), Marion Jeiter und Laura Kaiser (beide Schauspiel), Karin von Kries (Bühnen- und Kostümbild), Andreas Lutsch (Schauspiel), Eva Mann und Walter Menzlaw (beide Regie) Felizitas Philipp, Judith Philipp (beide Bühnen- und Kostümbild), Melina Schöfer (Schauspiel), Barbara Schüßler (Buch), Elif Veyisoglu (Schauspiel-Training), u.a.

Für seine engagierte Arbeit und die künstlerische Qualität wurde das TudD mehrfach ausgezeichnet.

Insbesondere über die "Anfangs-" Erfolge berichteten verschiedene Medien sehr positiv:

 



In der Vergangenheit hat das TudD zahlreiche Gastspiele für Kinder und Erwachsene veranstaltet.

Gäste waren unter anderem - und sollen es, wenn möglich, wieder sein:

Chawwerusch Theater Herxheim, die Neue MuseumsGesellschaft, das Kinder- und Jugendtheater des LandesTheaterTübingen, d´ Gallerie Ravensburg, PATATI – PATATA - Kindertheater Reutlingen, Theater PassParTu Stuttgart, Kindertheater Die Stromer Darmstadt, Kindertheater Ätschagäbele Melchingen, Happy End Figurentheater Freiburg.